Aufgaben

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Zusammenfassung: Hypertext: Assoziation und Vernetzung

von Jakob Krameritsch, aus Wolfgang Schmale [Hrsg.], Schreibguide Geschichte


Was ist ein Hypertext?

Hypertexte könnte man etwa mit Zettelkästen vergleichen. Im Gegensatz zu etwa einem klassischen Buch oder einer Seminararbeit besitzen sie keine lineare Struktur, dass heißt es ist dem Leser / der Leserin frei gestellt wie er / sie sich durch das Themengebiet arbeitet. Das heißt jedoch nicht, dass dies vollkommen Zusammenhangslos passiert, sondern dass die Struktur der Hypertexte folgen eine assoziative, vernetzte ist.

Natürlich ist es auch möglich etwa ein Buch oder eine wissenschaftliche unter anderem mit Hilfe von thematischen Kapiteln multilinear (also auf vielen verschiedenen Wegen) zu lesen.
Daher man kann Texte nicht nur hinsichtlich ihrer Rezeption unterscheiden, da ja wie gesagt die Kapitel eines Buches ebenso assoziatives Lesen bis zu einem gewissen Grad ermöglichen, sondern muss auch ihre Konzeption beachten.
Die Sprachwissenschaftlerin Angelika Storrer hat hierfür 3 Textformen:

1. Monosequenzierte Texte

Hier plant der Autor / die Autorin die vollständige Lektüre eines Textes von Anfang bis Ende. Krimis sind gute Beispiele für monosequenzierte Texte, da ein nichtlineares Lesen einer solchen Lektüre zu einer erheblichen Qualitätsminderung bzw sie fast ad absurdum führen würde.

2. Mehrfachsequenzierte Texte

Bei diesen Texten liegt keine lineare Konzeption mehr vor. Ein typisches Beispiel sind etwa Lexika oder auch manche wissenschaftliche Bücher. Hier kann der Leser / die Leserin bereits nach Belieben vorgehen, muss dies aber nicht.

3. Unsequenzierte Texte

Hier gibt es weder einen vorgegebenen Einstieg noch Schluss, man wählt also fast frei den Weg sich mit dem Thema zu beschäftigen. Aber nur fast, da thematische Verweise (beim Hypertext Links) die Wahl erleichtern.


Der Vorteil des Hypertexts sowohl gegenüber Zettelkästen, als auch gegenüber dem klassischen Buch liegt dabei auf der Hand. Im Gegensatz zum oft langwierigem Suchen und Blättern bei diesen Medien reicht beim Hypertext ein Klick am Computer und der Link öffnet sich und damit den gewünschten Text.


Wie entsteht ein Hypertext?

Bei der Entstehung eines Hypertexts gibt es zwei essentielle Bausteine:

Der erste ist der Text selbst, oder besser gesagt die Texte selbst. Ein Hypertext besteht nicht aus einer 5 – Seitigen Ausführung über das Themengebiet, sondern aus vielen kleineren Einheiten die in sich geschlossen Sinn ergeben müssen. Gleichzeitig dürfen sie dabei allerdings keine völlig abgeschlossenen Einheiten darstellen, denn sie sollen ja Assoziationen und vernetzende Gedanken fördern. Kurz gesagt sie müssen kontextoffen für das Gesamtthema des Hypertextes sein, die Einheit ja nur einen Subteil dessen darstellt. Die Schwierigkeit dabei ist zusätzlich, dass alle diese Kriterien in einen prägnanten, aussagekräftigen Text gepackt werden müssen der noch dazu attraktiv zu lesen sein sollte.

Der zweite Baustein sind dann die Querverbindungen, also Links die die Textmodule miteinander verknüpfen. Diese erst machen den Hypertext zu dem was er eigentlich ist: ein vernetzter Text, der auf so viele Arten entdeckt wird wie Menschen ihn lesen. Dabei überlegen sich Autor/innen natürlich mögliche Assoziationsmuster, schließlich sollen die Assoziationen bei all ihren Freiheiten immer noch sinnvoll sein. Deswegen erstellt man so genannte „typisierte Links“ , dass heißt das nicht jeder Text mit jedem verlinkt wird, sondern dass jedem Text bestimmte Attribute zugeordnet werden und nur Texte mit gleichen Attributen verlinkt werden.

Praxisberichte bei der Hypertextschreibung: pastperfect.at

Bei der letzten Aufgabe habe ich die Homepage www.pastperfect.at näher beschrieben. Sie dient nun als Erfahrungsbericht, wie Team von Wissenschafter/innen eine solche Aufgabe gemeistert hat und welche Probleme sich dabei ergeben haben.

Ziel des Projekts war/ist es, die Leser/innen für das 16. Jahrhundert in Europa zu Begeistern und ihnen die verschiedensten Aspekte dieser Epoche näher zu bringen. Ein Team von 10 engagierten Historiker/innen formierte sich zu diesem Zweck und entschied sich für ein in der Geschichtswissenschaft zwar nicht unbekanntes aber doch neueres Mittel: den Hypertext.

In einem ersten Schritt wurden die Zuständigkeiten für die verschiedensten Themenbereiche die die Homepage enthalten soll verteilt, dann wurde relativ schnell klar, dass es bei so vielen verschiedenen Autor/innen Standards braucht um den Text möglichst einheitlich zu gestalten. Dabei stellten bereits zu Beginn einige Fragen:

An wen richten wir unsere Texte, wenn wir für das WWW schreiben?
Wie viel Wissen lässt sich voraussetzen?
Wie kann ein Sachverhalt konzis und präzis beschrieben werden, ohne dass eine Einheit zu lang/zu langatmig wird?
Wie umfangreich muss eine informationelle Einheit, eine Geschichte sein, um eine problemorientierte, zeitgemäße historische Perspektive entwickeln zu können, anstatt bloß enzyklopädisch-trocken zu schreiben und so die Illusion zu erwecken, eine bloße historische Tatsache zu formulieren „wie sie wirklich gewesen ist“?
Welches Maß an Granularität ist also sinnvoll?


Durch die Arbeit im Team wurde natürlich ständiges Abgleichen und Kontrollieren ein wichtiger Faktor. Ein Content Management System (CMS) erleichterte die Arbeit an der Homepage wesentlich. Es verknüpft Texte denen gleiche Attribute zugeordnet wurden automatisch und erspart somit mühsames händisches Link setzen. Über das CMS konnten sich die Mitarbeiter/innen des Projekts außerdem laufen über dessen Stand online informieren und das Schreiben wurde zum kollektiv-kreativen Prozess. Dabei war die Verknüpfung der verschiedenen Texteinheiten zentraler Punkt Aufgrund der vielen Verknüpfungsmöglichkeiten entstanden nämlich auch für die Autor/innen selbst neue inhaltliche Aspekte die ihnen vor pastperfect verborgen geblieben waren.


Hypertextcreator

Doch pastperfect ist nicht das einzige Projekt dieser Art. Eines der bekanntesten ist etwa Wikipedia. Diese online Enzyklopädie beruht auf der Software Media Wiki, die es jeder Person gestattet schnell und unkompliziert Artikel zu beliebigen Themen online zu stellen und für andere frei zugängig zumachen. Derzeit arbeiten 250 000 Menschen freiwillig bei Wikipedia mit, darunter auch Wissenschafter/innen.

Auch auf der Uni gewinnt sowohl die Wissensvermittlung, als auch die wissenschaftliche Kommunikation via Internet immer mehr an Bedeutung. Mit den Erfahrungen von pastperfect wurde im Zuge dessen ein CMS entwickelt, dass für den Schul- bzw. Universitätsbetrieb geeignet ist – der Hypertextcreator.

Technisch einfach zu bedienen soll der Hypertextcreator die Fähigkeiten von Schüler/innen und Studierenden zu miteinander zu arbeiten, kommunizieren und auch neues Wissen zu produzieren fördern. Er bietet dabei als themenneutrale „Plattform“ die ideale Vorraussetzung.

Nachdem das Thema gewählt wurde kann man quasi bereits mit der Arbeit beginnen. Dabei sind die oben genannten Regeln beim Schreiben für einen Hypertext zu beachten: Prägnante, kontextoffene Einheiten, die per Attribute mit einander verknüpft werden. Es können sogar Bild und Ton Dateien auf den Hypertextcreator gestellt werden. So ist es selbst während des Studiums möglich einen offenen immer weiter entwickelbaren Wissensraum zu schaffen, ohne dabei Programmierexpert/in zu sein.


Kommentar

Der Text beschreibt ausführlich die Möglichkeiten die Hypertext in der Wissenschaftlichen Arbeit bietet. Dabei werden die verschiedensten Aspekte klar dargelegt und ausführlich beschrieben. Das Praxisbeispiel Pastperfect bietet zusätzlich eine anfassbare Komponente, dass heißt dass die Theorie hier auf ein in die Tat umgesetztes Projekt herunter gebrochen wird und somit näher in die Realität auch von sonst nicht sonderlich an elektronischen Medien interessierten Leuten rückt.
Trotzdem fehlen die Probleme die das Internet bei all seinen Vorteilen für das wissenschaftliche Arbeiten mit sich bringt. Der freie Zugang zu Informationen wird bereits durch kostenpflichtige oder auf eine bestimmte Gruppe beschränkte Angebote Stück für Stück ersetzt. Auch das Internet, dass mit der Open Source Technologie für einige Zeit lang eine Nische zu werden schien wird nun Teil des freien Marktes werden und hier zählt in erster Linie bekanntlich der Profit. Damit ergeben sich gerade für die Wissenschaft sicherlich einige Herausforderungen. Denn wie sich die Wissenschaft im Internet weiter etablieren wird bleibt eine Spannende Frage. Wird der wissenschaftliche Dialog oder die Vermarktung wissenschaftlicher Ergebnisse im Vordergrund stehen? Was passiert mit den Bevölkerungsschichten, die keinen oder nur beschränkten Zugang zum Internet haben? Sie „verpassen“ bereits jetzt die rasanten Schritte der Weiterentwicklung dieses Mediums und es bleibt fraglich ob sie dies je wieder aufholen werden können.
Das Internet bietet also sowohl die Möglichkeit der Demokratisierung des Wissens als auch die der Elitenschmiede. Projekte wie der Hypertextcreator steuern sicherlich auf ersteres hin und sind aus meiner Sicht deshalb essentielle Bausteine für ein Verständnis von Wissensvermittlung möglichst viele Schichten der Gesellschaft. Somit tragen sie nicht nur zur Demokratisierung des Wissens, sondern auch zur Demokratisierung der gesamten Gesellschaft bei, denn gleichberechtigter Zugang zu Wissen ist essentiell für eine möglichst egalitäre Gesellschaft.

Dienstag, 28. November 2006

Pastperfect

www.pastperfect.at


Pastperfect ist ein Projekt, das versucht Geschichte auch im Internet attraktiv zu machen. Ihr Inhalt ist die (fast ausschließlich) Europäische Geschichte von 1492 bis 1558. Bewusst wird hier versucht Geschichte quasi Internetgerecht zu vermitteln: Die Texte sind kurz gehalten, dafür miteinander verlinkt. Es gibt viele interaktive Möglichkeiten (soweit es die Homepage zulässt) zu Informationen zu kommen.


Das Projekt Pastperfekt

Das spielte bereits bei der Idee des Projekts eine große Rolle. Die GründerInnen von pastperfect messen der „Navigation“ eine große Bedeutung zu. Das heißt für sie war es essentiell wie der Hypertext aufgebaut sein soll, damit es möglichst viele gegenseitige Verlinkungen der Inhalte gibt. Dies soll BenutzerInnenfreundlichkeit garantieren; denn natürlich ist es spannender und auch übersichtlicher sich etwa vom Jahr 1492 zum Punkt Ereignisse zu klicken und dann festzustellen, dass im Zuge der Wiederaufnahme der Reconquista in Granada das letzte Maurenreich einnahm, als sich erst mühsam durch lange Beschreibungen zu kämpfen. Aus ihrer Sicht ist es essentiell Inhalte nicht wie in einem Buch linear zu verknüpfen sondern viele verschiedene Verknüpfungsmöglichkeiten und somit auch inhaltliche Zusammenhänge aufzuzeigen.


Ideen von Pastperfekt

Man findet unter dem Punkt pastperfekt im Bereich „Reflexionen“ viele Ideen der Verantwortlichen. So beschreiben sie nicht nur den Hintergrund und die Entstehung des Projekts pastperfekt, sondern auch etwa den Bedeutungsverlust des Buches aufgrund der elektronischen Medien und den aus ihrer Sicht passenden Umgang damit. Dabei soll e-learning aufgewertet werden und das didaktische Potential von elektronischen Medien generell besser genutzt werden. Die Menschen von pastperfekt selbst verstehen sich als ein Teil dieser neuen Lernstrategien.

Pastperfekt ist allerdings nicht einfach ein Projekt von ein paar engagierten Menschen die sich zusammengeschlossen haben und

Mehr hierzu: www.pastperfect.at – Flashversion / Punkt: Reflexionen


Aufbau von Pastperfekt

Flashversion / Textversion:

Textversion

Unterscheiden muss man dabei allerdings die zwei Versionen der Homepage. Die Textversion bietet schlichtes Design und ist nicht so leicht zu überblicken. Hier gibt es „nur“ die 4 historischen Zugänge Ereignisse, Kontexte, Rezeptionen, Reflexionen als Unterteilungen. Öffnet man eine dieser Unterteilungen, erscheint eine Reihe an Unterpunkten, deren Inhalt man einsehen kann, wenn man einfach auf sie klickt. Inhaltlich ist dabei zu sagen, dass dieser Aufbau ein sehr interessanter ist. Er entspricht neuen wissenschaftlichen Maßstäben, indem er nicht nur eine Form des geschichtlichen Zugangs aufzeigt, sondern zu einem Thema mehrere anbietet. Somit ist wird es möglich etwa zum Thema „Vertreibung der Juden“ nicht nur den Vorgang der Vertreibung an sich zu lesen, sondern auch etwa im Bereich Kontext generell etwas über die jüdische Situation zu erfahren. (Anm. dies gilt natürlich sogar noch mehr für die Flashversion)

Flashversion

Bei der Flashversion allerdings gibt es viel mehr Spielraum:
Ein Kompass etwa navigiert den User/ die Userin durch die jeweiligen Jahre von 1492 – 1558. In jedem Jahr kann man kann man dann die relevanten Ereignisse studieren, sich die Rezeptionen dieser Zeit ansehen und sogar Bildquellen zu diesen Themengebieten ansehen.
Oder man wählt den themenbezogenen Weg. Hier kann man verschiedene Thematische Bereicht (etwa Gesellschaft, Wissenschaft, Krieg, etc) wählen und kommt so thematisch etwa zu den jeweiligen Ereignissen und Kontexten. Klickt man diese Ereignisse an so findet man neben ihnen allerdings trotzdem die Jahreszahlen daneben um sie immer noch zeitlich einordnen zu können.
Zudem ist es noch möglich auf die Orte zu klicken (hierfür ist sogar eine Karte eingezeichnet), in welchen Ereignisse stattgefunden haben und sich dann quasi Ortsspezifisch die dortigen Ereignisse und passenden Kontexte und Reflexionen darüber ansehen kann.


„Ebenen“ von Pastperfect

Die Ebene der Ereignisse ist klar. Hier wird über die aus Sicht der AutorInnen relevanten Ereignisse der damaligen Zeit informiert.
Bei der Ebene Rezeption wird es schon schwieriger. Unter diesem Punkt ist es möglich die Rezeption sowohl von damaligen Persönlichkeiten, als auch Ereignissen einzusehen. Diese sind chronologisch gestaltet, dass heißt man kann teilweise auch Veränderungen der Sichtweise über die jeweiligen Persönlichkeiten und Ereignisse über die Jahr(hundert)e hinweg beobachten.
Die Ebene Reflexionen ist aus meiner Sicht aus dem restlichen Kontext der Homepage heraus zu nehmen. Hier wird nämlich nicht der Inhalt der Seite beschrieben, sondern es ist mehr eine Sammlung von Texten einerseits zur Entstehungsgeschichte von pastperfect selbst und andererseits zum Medium Internet. Das heißt hier wird zB über das didaktische Potential des Internets, Medienphilosophie und Wissensräume diskutiert bzw geschrieben. Der Inhaltliche Zusammenhang mit dem Rest der Homepage bleibt in meinen Augen unklar. Auch das genaue Ziel dass damit verfolgt werden soll (außer das Internet als wissenschaftliches Medium zu etablieren). Das macht diesen Bereich auch eher intransparent, da es unklar bleibt wer damit was erreichen möchte und wie man die Inhalte dieses Punktes nun genau nutzen kann.


Pastperfect als wissenschaftliches Medium

Pastperfect kann aus meiner Sicht grundsätzlich als wissenschaftliches Medium gesehen werden. Es enthält einige Kennzeichen die wissenschaftliche Homepages ausmachen (Anm. gemäß der Checkliste von Wolfgang Schmale und Martin Gasteiner, siehe Aufgabe vom 7. November), widerspricht aber auch anderen.

So kooperiert das Projekt mit wissenschaftlichen Institutionellen Einrichtungen wie dem Institut für Geschichte an der Universität Wien. Außerdem werden die Methoden mit welchen der Inhalt aufbereitet wurde klar dargestellt und es wird ein klar abgegrenztes Themengebiet behandelt. Die Aufbereitung der Homepage ist sehr BenutzerInnenfreundlich gestaltet (wie bereits oben beschrieben) auch Fachtermini kommen (außer im Reflexionenteil) so gut wie nicht vor. Alles wird sehr verständlich beschrieben und auch das Design unterstützt (auch aufgrund der Karte, bei welcher man in die Orte klicken kann) dies sehr.

Außer im Bereich „Presse“ gibt es allerdings keine angegebenen Kontaktadressen, somit bleibt oder blieb es zumindest mir unklar an wen ich mich bei Fragen oder Anmerkungen wenden kann. Zudem habe ich weder Quellenangaben noch Anweisungen wie die Seite zu zitieren ist gefunden. Bei den Verlinkungen mit anderen Homepages gäbe es auch noch eine Lücke zu füllen. Hier ist unklar ob es etwa einen Wissensaustausch zwischen WissenschaftlerInnen die zu diesem Themengebiet forschen gibt, oder ob die Homepage Produkt der AutorInnen ist und bleibt.


Persönliches Fazit

Aus meiner Sicht stellt die Seite pastperfect eine sehr komplexe dafür aber umfassende Wissensvermittlung dar. Wer sich für dieses Thema interessiert ist gut beraten sie sich zu Gemüte zu führen. Es dauert zwar seine Zeit bis man sich durch die vielen Verlinkungswege gekämpft hat und die Struktur und den Aufbau durchschaut hat (es dauerte etwa bis ich herausgefunden habe, dass man mit Hilfe des Kompass die Jahre steuern kann), dann allerdings erweist sie sich jedoch als kompetente Informationsseite. Der Punkt Reflexionen sollte aus meiner Sicht - wie bereits oben erwähnt - besser strukturiert werden. Der Zugang zur Geschichte ist allerdings sehr vielfältig. Die Punkte Kontexte und Rezeption stellen aus meiner Sicht eine neue wirklich interessante Möglichkeit dar einen Themenkomplex um diese Aspekte zu erweitern und die vielen Verlinkung der einzelnen Themen in der Homepage bewirken, dass diese Verlinkungen sich quasi in den Kopf hineinverlagern und somit ein komplexes Themengebiet auch gedanklich besser strukturiert

Montag, 20. November 2006

Historicum.net

www.historicum.net

Historicum.net versteht sich als elektronisches Netzwerk für GeschichtswissenschaftlerInnen. Es wird geleitet vom Verein „Historicum.net – Geschichtswissenschaften im Internet e.V.“ der auch etwa die Projekte www.sehepunkte.de und www.zeitenblicke.de koordiniert. An Historicum.net können sich sowohl Privatpersonen als auch Institutionen beteiligen. Die Seite ist aus dem Server frühe Neuzeit entstanden, das von ihr behandelte Gebiet erstreckt sich mittlerweile allerdings viel weiter: ihre vier methodischen Schwerpunkte sind Themen, Länder, Recherche so wie Lehren und Lernen. Auf das thematische Spektrum werde ich beim Punkt „Themen“ näher eingehen. Historicum.net kooperiert mit wissenschaftlichen Insitutionen, wie etwa der „Universität zu Köln“, der „deutschen Forschungsgemeinschaft oder „der deutschen Bibliothek“.


Struktur

Generell kann man sagen, dass Historicum.net eine sehr überschaubare Struktur aufweist. Im Bereich „Home“ findet man die aktuellsten Entwicklungen des Projekts selbst, als auch einen groben Überblick darüber was es beinhaltet. Mit Hilfe der grauen Navigationsleiste kann man sich zu den vier Schwerpunkten (Themen, Länder, Recherche, Lehren und Lernen) der Seite klicken. Hat man das einmal getan so findet man auf den jeweiligen „Unterseiten“ wieder Unterteilungen, wie etwa beim Schwerpunkt Länder werden dann die Portale der einzelne Staaten aufgelistet. Zudem gibt es noch eine Suchfunktion und eine erweiterte Suchfunktionen, mit welchen man direkt auf der Homepage selbst nach sich dort befindlichen Inhalten suchen kann.

Etwas über dieser Leiste befindet sich quasi der organisatorische Part der Homepage. Bei den Rubriken Über uns, Impressum, Newsletter, Presse, Partner, Hilfe und Kontakt findet man alle Rahmenbedingungen des Projekts selbst und außerdem eine Kontaktmöglichkeit zu den verantwortlichen Personen. Rechts neben dieser Leiste gibt es Direkt-Links zu den Schwesterprojekten www.sehepunkte.de (ein Rezensionsjournal) und www.zeitenblicke.de (ein elektronisches Journal mit Schwerpunkt frühe Neuzeit).
Über diesen beiden Direkt – Links sollte es noch zwei Links geben (Themennavigation, Text). Diese haben beim anklicken jedoch nirgendwo hin geführt, also kein neues Fenster geöffnet oder auch zu keinem anderen Teil der Homepage geführt.


Home

Auf der Startseite findet man neueste Beiträge, Rubriken, Themen, quasi die jeweils aktuellsten Erweiterungen der Homepage. Außerdem gibt es einen Überblick über die von Historicum.net behandelten Themen, wobei jedes Thema gleich mit seiner Seite verlinkt ist. Zudem werden einige PartnerInnen des Projekts aufgelistet, nämlich die „Universität zu Köln“, „ Die deutsche Forschungsgemeinschaft“ und die „Bayrische Staatsbibliothek“, wobei man auch hier per link zu den restlichen Partnern gelangen kann. Zudem gibt es auf der Startseite eine Art Forum mit den aktuellsten Nachrichten aus der Geschichtswissenschaft, so wie des Projekts Historicum.net selbst. Klickt man dort die jeweiligen Texte an so kommt jedoch nur der vollständige Artikel, allerdings keine Möglichkeit sich hierzu zu äußern oder ähnliches. Auch wie ein Artikel auf das Forum kommt bleibt unklar, ich gehe jedoch davon aus dass die Redaktion sie zum Teil selbst erstellt und zum Teil vielleicht auch Texte von KooperationspartnerInnen über die Redaktion dort hin gelangen.


Themen

Die Themen von Historicum.net sind:

• Hexenforschung
• Jüdische Geschichte
• Schwabenkrieg
• Reformation
• Bauernkrieg
• Achtzigjähriger Krieg
• Friedensverträge der Vormoderne
• Medien und Kommunikation
• Pompadour und ihre Zeit
• Französische Revolution
• Napoleon Bonaparte
• Risorgimento
• Zwangsarbeit Rhein-Erft-Rur
• Bombenkrieg
• Internationale Geschichte
• Klassiker der Geschichtswissenschaft

Dabei ist jedes Thema dann wiederum in Unterthemen gegliedert. Weil diese Themenportale teilweise auch von KooperationspartnerInnen betrieben werden sind die Unterpunkte sehr verschieden. Beim Thema Hexenverfolgung etwa gibt es die Unterpunkte Einführung, Themen/Texte, Lexikon, Quellen, Bibliographien, Mailingliste, Links, Redaktion beim Thema „Pompadour und ihre Zeit“ allerdings Kunst und Musik, Gesellschaft und Hof, Krieg und Politik, Leben und Alltag, Zeitleiste, Biographien, Bibliographie, Redaktion. Das kommt unter anderem auch daher das die einzelnen Themenportale unterschiedliche Entstehungsgründe haben. So ist etwa das Portal „Pompadour und ihre Zeit“ aus einem Seminar an der Universität München hervorgegangen.

Außerdem sind nicht alle Themen wirklich Themen im klassischen Sinn. Internationale Geschichte etwa ist ein Projekt, dass die Diskussion und den Meinungsaustausch zwischen Geschichtswissen fördern soll, Klassiker der Geschichtswissenschaften ist ein Nachschlagewerk zum Leben, Werk und auch Rezeptionen „wichtiger“ WissenschaftlerInnen die Einfluss auf die Geschichtswissenschaften hatten.Diese Heterogenität ist auf der einen Seite sehr abwechslungsreich, bietet allerdings auch teilweise Probleme (zB gibt es manchen Themen Zitierempfehlungen, bei anderen wiederum nicht).

Länder

Auch diese Rubrik wird zu einem Großenteil von den KooperationspartnerInnen betrieben. Historicum.net enthält Portals zu den Ländern:

• Estland
• Frankreich
• Großbritannien
• Italien
• Lettland
• Litauen
• Ostmitteleuropa
• Polen
• Slowakei
• Spanien
• Tschechien

Dabei werden die Länderportals Estland, Lettland, Litauen, Ostmitteleuropa, Polen, Slowakei und Tschechien vom Herder Institut betrieben. Bei diesen gibt es auch nur eine Suchfunktion. Die scheinen bereits weiter entwickelt, sie werden von anderen verschiedenen KooperationspartnerInnen betrieben. Hier gibt es auch wieder Unterpunkte wie zB Theman, Materialien oder Redaktion.


Recherche

Der Schwerpunkt Recherche ist quasi eine Zusammenstellung mit jeweiligen Links von Recherchemöglichkeiten im Internet. Er enthält die Unterpunkte:

→ Institutionen
Hier gibt es eine Aufzählung sowohl von Bibliotheken und Archiven, als auch von Forschungseinrichtungen mit den jeweiligen Links.

→ Literaturrecherche
Dieser Punkt ist untergliedert in Verbundkataloge, Elektronische Volltexte, Bibliographien und Aufsatzrecherche. Unter jedem der Unterpunkte findet man eine Liste mit Links zu den jeweilig Relevanten Homepages.

→ Fachzeitschriften
Hier findet man ebenso eine Liste mit Kurzbeschreibungen und Links zu den jeweiligen Fachzeitschriften.

→ Digitalisierte Quellen
Historicum.net enthält nicht nur Links zu digitalen Texten sondern auch zu digitalen Bildquellen.

→ Lexika und Nachschlagewerke
Es gibt Links zu allgemeinen Lexika, aber auch zu fachspezifischen und historischen. Bei den fachspezifischen Lexika findet man eine Liste mit welchen Themen sich die jeweiligen Lexika befassen. Die Bandbreite reicht von der Kirchengeschichte bis zur griechischen Mythologie.

→ Fachportale
Hier ist eine Aufzählung von Fachportalen in welchen zB unter anderem auch, dass letzte Woche beschriebene Clio online aufgelistet ist.


Lehren und Lernen

Hier werden ähnlich wie bei Clio online Informationen angeboten, die das Lehren und Lernen an der Universität unterstützen bzw erleichtern sollen.

• Archiveinführung
Hier wird in die Archivrecherche eingeführt. Man erfährt genaueres über Recherchewege, Archivarten, Nutzungsbestimmungen von Archiven und welche Arten von Archivalquellen es überhaupt gibt.

• Computer im Geschichtsstudium
Dieser Punkt bietet Informationen zu den Anwendungsfeldern des Computers in der Geschichtswissenschaft. Dabei wird unter anderem auch auf bereits in der Lehrveranstaltung M4 behandelte Themen wie etwa Textverarbeitung oder Literaturverwaltung eingegangen.

• Internet im Geschichtsstudium
Unter diesem Punkt gibt es grundlegende Informationen zu Internet und Geschichtswissenschaften. Die Palette des Angebots reich hier von Infos zum Suchmaschinen, Fachangebote für HistorikerInnen, wissenschaftlichem Publizieren bis zur Sicherheit. Mit einem Quiz kann man sich selbst sogar über die vorher beschriebenen Inhalte prüfen.

• Webkatalog: Lehre und Internet
Hier finden sich von Links zu Homepages von Netzgestützter Lehre (wobei igl nicht dabei ist) auch Online Tutorien und Informationen zum online Publizieren.

• Geschichtsdidaktik
Dieser Bereich ist vor allem für Lehrende der Geschichtswissenschaften gedacht. Von Beschreibungen der Medien des Historischen Lernens bis zu didaktischen Theorien und bis zu einer Aufzählung von Zeitschriften über Didaktik in der Geschichtswissenschaft werden hier Informationen geboten.

• GWU-Kolumne "Informationen Neue Medien"
Dies ist eine Kolumne die seriöse Internetseiten zu den verschiedenen wissenschaftlichen Themen beschreibt.

• Link-Winks
Ist eine Linkssammlung zu teilweise sich bereits auf der Homepage befindlichen Bereichen wie etwa Archive, Lexika oder Zeitschriften. Aber es tauchen auch neue Bereiche wie etwa virtuelle Ausstellungen auf.

Die Leiste mit den Rahmenbedingungen enthält die Punkte Über uns, Impressum, Newsletter, Presse, Partner, Hilfe, Kontakt.

Hier findet man Informationen zum Projekt Historicum.net selbst, welche Ziele das Projekt hat, wie es entstanden ist und auch wer daran partizipieren kann. Außerdem gibt es die Möglichkeit einen Newsletter zu bestellen, sowie Kontakt zu den verantwortlichen Personen von Historicum.net aufzunehmen. Beim Punkt Impressum werden sogar ausführlich noch einmal Zitierhinweise gegeben und der Link „Partner“ bietet eine Aufzählung aller KooperationspartnerInnen des Projekts. Sollte etwas beim Besuch der Homepage nicht funktionieren so kann man (natürlich sofern diese funktioniert) sich unter „Hilfe“ technische Hinweise holen.

Sonntag, 12. November 2006

Aufbau und Inhalt von Clio online

http://www.clio-online.de/


Was ist Clio online?
Clio online ist ein Fachportal für Geschichtswissenschaften im Internet und wird von der Humboldt Universität zu Berlin betrieben. Ziel des Projektes ist mit Hilfe der Möglichkeiten des Internets die Wissensvermittlung und Fachkommunikation in der Geschichtswissenschaft zu fördern. Hierfür arbeitet es mit diversen Instituten und Institutionen zusammen und bietet unter anderem Recherchemöglichkeiten sowohl über Datenbanken als auch moderierte Fachkommunikation über online Foren. Eine Besonderheit ist auch dass es Online Angebote langfristig archiviert, außerdem gibt es auch eigene Publikationen (u.a. einen regelmäßig erscheinenden Newsletter) über und von dem Projekt Clio online. Die Homepage ist auf Deutsch und Englisch ersichtlich.

Aufbau von Clio:

Clio gliedert sich in 8 grobe Unterpunkte, die ihrerseits jeweils wieder für sich Unterpunkte haben.



Über Clio
Hier findet man den Überblick über die Angebote mit Stichwortartigen Beschreibungen zu jedem Unterpunkt. Außerdem wird hier die Möglichkeit „Mein Clio“ zu nutzen dargestellt. Dabei kann man sich ein eigenes BenutzerInnenkonto anlegen und über so genannte „Abonnements“ e- Mail Beiträge aus den Internet Foren von Clio online zu beziehen. Schon bei der Registrierung kann man auswählen aus welchen Foren man Beiträge erhalten möchte. Außerdem ist es möglich über das ForscherInnenverzeichnis mit anderen ForscherInnen kommunizieren und Publikationen und Informationen zu Projekten veröffentlichen.

Zudem gibt es unter diesem Punkt Links zu allen beteiligten Institutionen und auch zu den Partnern des Projekts, sowie die aktuellsten Informationen rund um dessen Angebote und Tätigkeiten.

Vor allem die Unterpunkte geben konkrete Informationen zum Projekt Clio online selbst:

Eine detaillierte Projektbeschreibung mit den Zielen, Hintergründen und Angeboten ist ebenso vorhanden wie eine Aufzählung und Verlinkung mit den PartnerInnen. In einem weiteren Punkt wird der wissenschaftliche Beirat, der die Clio online Projektleitung berät dargestellt. Dabei finden sich Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu jeder einzelnen Person, die einen Sitz in diesem Beirat innehat. Auch alle MitarbeiterInnen der Redaktion werden in einem weiteren Unterpunkt zum Teil mit Informationen über die MitarbeiterInnen, mindestens aber mit email – Adressen angegeben. Zudem gibt es noch ein Impressum und eine Hilfefunktion zur Benutzung von Clio online, die allerdings auch durch die Sitemap erreicht wird, auf welcher alle Unterpunkte der Homepage noch einmal auf einer Seite zusammengefasst sind. Eine Online Umfrage in Form eines Online Feedbackbogens wurde zur Evaluierung der Seite eingerichtet.


Rezensionen

Clio online bietet eine elektronische Suchfunktion für Rezensionen. Dabei arbeitet es mit internationalen Rezensionsanbietern und Institutionen zusammen. Die jeweiligen PartnerInnen werden auch kurz beschrieben und sind verlinkt. Auch hier gibt es eine Hilfestellung zur Benützung der Suchfunktion. Es gibt auch die Möglichkeit per „Metasuche“ nach Rezensionen in ausgewählten Institutionen parallel quasi zentral zu suchen.


Webverzeichnis

Das Webverzeichnis enthält 7000 verschiedene wissenschaftliche! online Angebote. Hier finden sie die neuesten Angebote, allgemein kann man über ein Katalogsystem recherchieren. Es ist auch möglich selbst Angebote zur Verfügung zu stellen bzw Empfehlungen zu geben. Clio online wertet diese Daten dann aus und nimmt sie nach Prüfung in das Verzeichnis auf. Ein „Nachrichtendienst“ bringt die neuesten Informationen rund die Geschichtswissenschaften.

In den Unterpunkten werden dann die verschiedenen Recherchemöglichkeiten aufgeführt und beschrieben.

Unter „Forschung“ findet man Beiträge und Informationen zu laufenden Projekten und Forschungsschwerpunkten. Im Punkt Kataloge finden sich Kataloge, Archive und Bibliotheken mit jeweils einer kleinen Kurzbeschreibung und dem entsprechenden Link. Zusätzlich kann man unter „Institutionen“ per Suchfunktion nach diversen Fachspezifischen Institutionen suchen. „Materialien“ enthält thematische Beiträge und Homepages zu gerade erforschten Gebieten. Auch in den Unterpunkten Nachschlagewerke und Portale gibt es Suchfunktionen, um teilweise auch zu sehr konkreten Themen kommen zu können.


Institutionen

Der Punkt Institutionen gliedert sich in Akademien, Archive, Behörden, Bibliotheken, Bildstellen, Denkmalpflege, Fachgesellschaften, Forschungsinstitute, Museen, Politische Bildung, Statistik, Universitäten, Verbände und Verlage. Zusätzlich kann mittels Suchfunktion nach der gewünschten Einrichtung gesucht werden.


Forscher/ Forscherinnen
Mit der Virtuellen Fachbibliothek Osteuropas hat Clio online ein Verzeichnis über Forscher und ForscherInnen zusammengestellt. Es steht allen Forschenden der Geschichtswissenschaften für den Informationsaustausch zur Verfügung und soll helfen Netzwerke und wissenschaftliche Kommunikation und Diskussion zu fördern.


Guides

Clio online hat diverse Guides erstellt, die das Studium der Geschichtswissenschaft erleichtern sollen. Diese Guides sollen allerdings keine Uni Veranstaltungen ersetzen sondern sind mehr als unterstützender Faktor konzipiert.

Sie gliedern sich in 3 Bereiche.
Die „Übergreifenden Guides“ informieren über elektronische Hilfsmittel für das wissenschaftliche Arbeiten. Dabei werden einerseits Hilfen gegeben wie dies erlernt werden kann und andererseits auch diverse wissenschaftliche Einrichtungen beschrieben.

Die „Thematischen Guides“ sollen in verschiedene Bereiche der Geschichtswissenschaften einführen. Zur Zeit gibt es: „Online-Landschaften. Umweltgeschichte im Internet“; „Frauen-, Männer-, Geschlechtergeschichte. Eine Spurensuche im Netz“ und „Technikgeschichte“.

Die „Regionalen Guides“ behandeln Angebote verschiedener Länder (Großbritannien und Irland, Italien, Osteuropa, Schweiz, USA) Österreich im Bereich der landesspezifischen Geschichtswissenschaft.


Chancen

Hier findet man Informationen zu Stellen, Praktika, Stipendien und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der Geschichts- und Sozialwissenschaften. Die Anbieter selbst können ihre Angebote in diesem Bereich mittels Formular an Clio Online schicken, welches diese dann in Netz stellt. Die aktuellsten Angebote findet man gleich in diesem Bereich der Homepage.

Sie sind untergliedert in Stellenbörsen, Praktikumsbörsen, Stipendien, Weiterbildung und Studiengangsdatenbank. Jede Untergliederung enthält ihre spezifischen Datenbanken mit jeweils einer Suchfunktion.


Suche

Mit Hilfe dieser Suchfunktion kann man Inhalte (selbst pdf. Dokumente) auf der Clio online Homepage selbst finden. Außerdem gibt es eine Kontaktadresse für weitere Anregungen zur Erweiterung der Clio online Datenbanken um weiter Internetressourcen. Dies ist auch bei dem Punkt Url vorschlagen auf der Startseite möglich.

Dienstag, 7. November 2006

Bewertung der Website "Europaquellen" anhand der Checkliste von Wolfgang Schmale und Martin Gasteiner

Link: http://www.univie.ac.at/igl.geschichte/europaquellen/


Inhaltliche Kriterien:

UrheberInnen

Die Seite hat zwar kein klassisches Impressum, doch die Autoren sind leicht zu finden und es ist sogar möglich sie per e-mail zu kontaktieren, da die jeweiligen Kontaktadressen angegeben sind. Außerdem ist die Website mit der Homepage der Universität Wien geknüpft und wird auch von der „Gerda Henkel Stiftung Düsseldorf“ gefördert, wobei es allerdings unklar bleibt in welchen Zusammenhang die Seiten konkret stehen.

Aufbereitung der Homepage

Das Ansehen der Website ist sicherlich spannend, da die Aufbereitung der Seite eher vielseitig ist, es gibt zwar Hypertexte doch auch viele Publikationen von Artikeln und auch einen Link zu einer Datenbank. Die multimediale Funktion des Internets wird hier ganz gut ausgeschöpft, selbstverständlich bietet es noch viel mehr Möglichkeiten, die Homepage ist aber sicher kreativer, als man es von einer Geschichtswissenschafts-Website erwarten würde. Das Design wirkt zwar sehr kitschig und etwas überzogen für eine wissenschaftliche Homepage, aber dafür ist sie klar strukturiert und schnell zu durchschauen.

Inhalt

Die Autoren der Website arbeiten mit der Universität Wien zusammen und zeigen ihre verwendeten Quellen sehr deutlich auf. Für die Erklärung von Fachtermini gibt es eine Enzyklopädie, was bei einem derart spezifischen und neuen Thema sicherlich notwendig ist. Dabei ist es auch hilfreich, dass die Autoren ihr Vorgehen für das auf der Homepage publizierte Projekt in groben Zügen darstellen, beschreiben und zum Teil auch begründen. Laut ihrer Angabe wird die Seite auch regelmäßig quasi laufend mit dem Projekt inhaltlich gewartet werden.

Vernetzung

Es geht nicht eindeutig hervor, die Website im wissenschaftlichen Dialog mit anderen Websites steht. Es gibt zwar links zu thematisch verwandten Homepages, doch es gibt keine Foren oder ähnliche Möglichkeiten die auf eine direkte Kommunikation schließen lassen. Sie wurde auch noch nicht rezensiert.


Kriterien zur Benutzerfreundlichkeit

Die Seite wirkt technisch sehr „stabil“, dass heißt alle angegebenen Links und auch die Datenbanken funktionieren, jedoch gibt es keine Druckfunktion. Die URLs sind sehr BenutzerInnenfreundlich angelegt, da es bei komplizierteren Hinweise für deren Benützung gibt. Die Ladezeit der Seite ist normal kurz, es gibt keine aufwändigen Animationen, die dies verzögern würden. Ein Pop-Up, das Werbung für ein Buch das im Zusammenhang mit dem Inhalt der Homepage steht erscheint aber wenn man sie öffnet.
Feedback

Wie bereits oben erwähnt werden die Kontaktadressen der Autoren angeben, sodass sowohl Feedback und auch Fragen möglich sind. Außerdem ist auch die Kontakt e-mail Adresse des Sekretariats des Projekts angegeben an welches man sich bei technischen Fragen wenden kann. Ein vorgefertigtes Feedbackformular oder auch ein Forum gibt es allerdings nicht.

Sonntag, 29. Oktober 2006

Rezension: Gregor Horstkemper: Studieren mit dem Computer, in Wolfgang Schmale [Hrsg.]: Schreib-Guide Geschichte, 2. Aufl., Wien 2006, S. 205-229

Mittlerweile sind Computer aus dem Universitären Leben nicht mehr weg zu denken. Gregor Horstkemper umreißt in seinem Artikel die Vorteile des Arbeitsmittels Computer im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens. Dabei erklärt er den Nutzen von elektronischen Textverarbeitungsprogrammen auf Grund ihrer Flexibilität. Elektronische Texte sind leichter abzuändern und umzustrukturieren. Außerdem geht er auf Datenbankprogramme ein, mit denen man vom Semesterplan bis zur verwendeten Literatur alle Informationen leicht managen kann. Der letzte Schwerpunkt widmet sich dem Internet als Medium der wissenschaftlichen Kommunikation zwischen HistorikerInnen und der Publikationen. Bei letzterem werden nicht nur die Unterschiede zwischen freiem und Zugangsbeschränken Publikationen beschrieben, sondern auch die aktuelle Entwicklungen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten analysiert.

Horstkempers Artikel ist sehr praktisch orientiert, dass bedeutet er bricht seine Beschreibungen und Analysen immer auf die reale Situation der Studierenden herunter. Er erklärt beispielsweise sehr genau wie man aus ein Textverarbeitungsprogramm verwenden muss, um konkrete Vorteile für das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit ziehen zu können. Auch beim eigentlich eher trockenen Thema der Datenbanken, gibt er Hinweise für deren Verwendung und beschreibt ihre Vor- und Nachteile. Dadurch wird ist Arbeiten mit elektronischen Mitteln leicht nachvollziehbar und man kann so gut beurteilen in wie fern man es für sich selbst verwenden möchte oder auch nicht.
Der Autor verweist in seinem Artikel immer wieder auf mögliche Programme die verwendet werden können. Dies zeigt deutlich seine Nähe zur Praxis. Etwa beim Themenkomplex Datenbanken erklärt er ausführlich anhand eines bestimmten Programmes, die Nützlichkeiten und Schwierigkeiten die damit verbunden sind. Am Ende des Absatzes werden dann auch Programme aufgelistet, die für diese Aufgaben in Frage kommen.
Der Part in dem es um online Publikationen geht, ist allerdings teilweise eher vage und bringt weniger hilfreiche Informationen mit sich. Hier wird eher die aktuelle Entwicklung beschrieben, außer bei ein paar angegebenen spezifischen Themengebieten bleibt es jedoch unklar wie man im Endeffekt effektiv zu Online Publikationen kommt. So gibt es zwar Hinweise, wie man Unterlagen etwa zum Themengebiet Osteuropa findet, allerdings gibt er keine Möglichkeit an, wie man eine möglichst umfangreiche Datenbank von E- Publikationen findet.
Auch das Internet als wissenschaftliches Kommunikationsmedium wirkt laut Horstkempers Beschreibung immer noch eher im Anfangsstadium. So zählt er zwar diverse Mailinglisten auf, die dann auch dauerhaft publiziert werden, allerdings scheint es keine Plattformen oder ähnliche Strukturen im Bereich der Kommunikation zu geben.
Trotzdem ist zu sagen, dass am Ende jeden Themengebiets auch immer eine kleine Liste mit nützlichen Internetadressen zu finden ist. Diese Methode ist sehr übersichtlich und regt an, sich weiterhin mit den Beschreibungen und den angegebenen Adressen zu beschäftigen oder sie sich zumindest einmal anzusehen.
Generell kann man sagen, dass der Artikel trotz des trockenen Themas interessant zu lesen ist und viele nützliche Information für das wissenschaftliche Arbeiten mit elektronischen Medien und Arbeitsmitteln enthält. Obwohl Horstkemper durchaus einige Nachteile und Schwierigkeiten des Arbeitens mit dem Computer aufzählt, überwiegen die Vorteile doch sehr stark, so dass man sich am Ende nicht völlig sicher ist ob die Beschreibung wirklich objektiv gestaltet ist. Dabei wirkt etwa auch die Ansicht, dass es ohne eigenen Computer trotzdem problemlos möglich ist mit elektronischen Medien dauerhaft zu arbeiten naiv.
Um den Artikel verstehen zu können muss man zwar bereits einmal mit einem Computer gearbeitet haben und gewisse Grundkenntnisse besitzen, ein intensives Studieren des Rechners ist allerdings nicht notwendig. Alle in dem Text erwähnten Programme und Funktionen sind sehr fundiert und trotzdem einfach beschrieben

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