Montag, 18. Dezember 2006

"Über das Bloggen" Zusammenfassung und Kommentar des Textes:

Martin Gasteiner, Schreiben für das www: Bloggen und Hypertextenin: Wolfgang Schmale [Hrsg.], Schreib Guide Geschichte.



Neue Medien in der Geschichtswissenschaft

Die Etablierung des Computers als Mittel zum Wissenschaftlichen Arbeiten hat das gesamte Schreiben an sich verändert. Nicht nur die Art der Texte ist anders, auch die Möglichkeiten andere Formen der Datenspeicherung (Bilder, Tondaten, etc) effektiv zu nutzen sind größer geworden. Zusätzlich wird der PC durch das Internet zum Medium, wobei das Weblog ein Teil oder eine Variante ist dieses Medium zu nutzen.
Weblogs (auch einfach Blogs genannt) sind zwar im wissenschaftlichen Arbeiten noch nicht sehr etabliert, bieten allerdings entscheidende Vorteile und Arbeitserleichterungen. Doch was ist so ein Weblog eigentlich?


Weblog

Grundsätzlich ist es eine Mischung aus Homepage und Diskussionsforum, auf dem es ohne Programmierkenntnisse zu haben möglich ist Einträge zu veröffentlichen. Diese Einträge werden dann Rückwertschronologisch angezeigt, können aber etwa auch verschiedenen übergeordneten Kategorien zugeordnet werden. Jeder Eintrag kann dann von jedem Besucher / jeder Besucherin kommentiert werden.
Mit Hilfe eines Weblogs kann man das Schreiben und Publizieren bereits früh im Studium trainieren. Aufgrund seiner einfachen Anwendung ist er quasi für jeden Studenten / jede Studentin benutzbar.

Ein Blog erinnert zwar in seiner Art teilweise an die Führung eines Journals, wobei es beim Bloggen allein durch das Vorhandensein eines Publikums bereits zu grundlegenden Unterschieden kommt. Diese Möglichkeit mit anderen in Kontakt zu treten heißt nicht nur wissenschaftliches Dialogisieren zu üben bzw zu versuchen, sondern auch Bekanntschaften zu schließen und sich Inspiration für Ideen holen zu können.


Einige Möglichkeiten der Verwendung eines Weblogs

Eine Art ein Weblog zu nutzen ist es als quasi privaten Online Speicher zu verwenden. Recherchiert man über ein oder mehrere Themen, ist es sicher sinnvoll die Informationen zu kategorisieren und festzuhalten.

Außerdem nahe liegend ist es das Weblog als online Lernjournal zu führen. Da es die technischen Rahmenbedingungen für ein Journal und noch einige Möglichkeiten wie Kommentare und selbst definierbare Rubriken darstellt, bietet es quasi den optimalen Raum für ein online Lernjournal.

Das Weblog kann auch als eine Art online Gedächtnis dienen. Erstellt man etwa eine Seminararbeit oder recherchiert über einen längeren Zeitraum zu einem Thema kann sich hierzu Notizen im Weblog machen. Natürlich wäre dies theoretisch auch einfach handschriftlich in einer Mappe möglich, doch das Weblog mit seinen Rubriken und Linkerstellungsmöglichkeiten ist hier schon attraktiver. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass auch diese Notizen dann publiziert sind, doch kann hier zB. gezieltes diskursorientiertes Schreiben auch seine Vorzüge haben.


Gemeinschaftsprojekt Weblog

Natürlich ist es nicht zwingend, dass Weblogs nur von einer einzigen Person betrieben werden. Beim gemeinsamen Arbeiten am Weblog gibt es zwei Formen, entweder in geschlossenen Gruppen oder in offenen. Offene Gruppen sind Plattformen wie etwa http://bildung.twoday.net, geschlossene könnten die Teilnehmer/innen einer Lehrveranstaltung sein. Gruppenarbeiten werden bei Lehrveranstaltungen bekanntlich oft verlangt, sei es ein Referat, eine Arbeit oder ähnliches. Hier kann ein Weblog unterstützendes Kommunikationsmittel sein, da die Diskussionseinträge und Ideen nicht verloren gehen, sondern im Weblog gespeichert werden.


Ethik des Bloggens

Ähnlich wie beim Zitieren aus einem Buch oder einer Zeitschrift müssen auch im Internet Zitierregeln angewandt werden. Dies geschieht jedoch nicht mit der klassischen Fußnote wie bei Seminararbeiten, sondern etwa durch Verlinkung mit den Homepages aus welchen Inhalte entnommen wurden oder wenn möglich auch durch Nennung der Autorin / des Autors.
Stellt man selbst Inhalte auf einen Weblog, gilt es immer zu Beachten dass dieser Inhalt von einem breiten Publikum angesehen werden könnte. Daher ist Vorsicht geboten wenn es darum geht Privates online zu stellen.


Wie kommt man zu einem Weblog

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man richtet sich einen Blog bei einem Host ein oder man richtet sich einen opensource Blog auf einem eigenen Serverplatz ein. Ersteres ist vor allem für Anfänger/innen sehr geeignet, da keinerlei Vorkenntnisse erforderlich sind. Die Hosts today, blogger und myblog stellen die Blogs kostenlos zur Verfügung.


Kommentar

Der Text ergänzt das Wissen, das ich selbst durch die praktischen Erfahrungen beim Bloggen gemacht habe um den theoretischen Unterbau. Dabei halte ich vor allem die vielseitige Einsetzbarkeit des Weblogs für einen der interessantesten Aspekte. Der Computer wird im Universitären Leben, trotz seines bereits jetzt schon sehr hohen Status in naher Zukunft vermutlich eine noch viel größere Bedeutung haben.
Abgesehen von eLearning Programmen, wird es auch in klassischen Lehrveranstaltungen relevant sein, sich außerhalb der Lehreinheiten zu vernetzen. Das Weblog ist hierfür sicher ein geeignetes Mittel, da man ohne viel Aufwand leicht eine Vernetzungs- und Kommunikationsplattform schaffen kann. Hinzu kommt der Vorteil der Ergebnissicherung, da alle Einträge gespeichert werden, was sich auch bei meiner jetzigen Arbeit mit dem Weblog als sehr nützlich herausgestellt hat, wenn ich das Feedback von älteren Aufgaben gesucht habe, um daraus die Konsequenzen für die neue Aufgabe ziehen zu können.
Weblogs könnten aus meiner Sicht helfen mehr Teamarbeit in den Lehrveranstaltungen zu fördern. Im Gegensatz zum jetzigen Zeitpunkt, wo man als Studierende meist ein spezifisches Thema als Seminararbeit auswählt, sich dann über einen längeren Zeitraum damit befasst, allerdings trotzdem so gut wie nichts über die Themen der Seminararbeiten der anderen Studierenden erfährt. Man arbeitet also quasi in seinem eigenen kleinen Mikrokosmos, doch fehlt dabei oft der Blick für andere Aspekte des Lehrveranstaltungsthemas.
Weblogs könnten hier helfen die Kommunikation und Vernetzung zwischen den Studierenden zu verbessern und damit das Gefühl eines gemeinsamen Outputs zu schaffen. Nicht jeder / jede arbeitet und schreibt vor sich hin, sondern alle arbeiten gemeinsam an einem Thema. Das Weblog scheint hierfür ideal, da es den Rahmen für diesen gesamten Prozess darstellt.

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