Sonntag, 29. Oktober 2006

Rezension: Gregor Horstkemper: Studieren mit dem Computer, in Wolfgang Schmale [Hrsg.]: Schreib-Guide Geschichte, 2. Aufl., Wien 2006, S. 205-229

Mittlerweile sind Computer aus dem Universitären Leben nicht mehr weg zu denken. Gregor Horstkemper umreißt in seinem Artikel die Vorteile des Arbeitsmittels Computer im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens. Dabei erklärt er den Nutzen von elektronischen Textverarbeitungsprogrammen auf Grund ihrer Flexibilität. Elektronische Texte sind leichter abzuändern und umzustrukturieren. Außerdem geht er auf Datenbankprogramme ein, mit denen man vom Semesterplan bis zur verwendeten Literatur alle Informationen leicht managen kann. Der letzte Schwerpunkt widmet sich dem Internet als Medium der wissenschaftlichen Kommunikation zwischen HistorikerInnen und der Publikationen. Bei letzterem werden nicht nur die Unterschiede zwischen freiem und Zugangsbeschränken Publikationen beschrieben, sondern auch die aktuelle Entwicklungen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten analysiert.

Horstkempers Artikel ist sehr praktisch orientiert, dass bedeutet er bricht seine Beschreibungen und Analysen immer auf die reale Situation der Studierenden herunter. Er erklärt beispielsweise sehr genau wie man aus ein Textverarbeitungsprogramm verwenden muss, um konkrete Vorteile für das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit ziehen zu können. Auch beim eigentlich eher trockenen Thema der Datenbanken, gibt er Hinweise für deren Verwendung und beschreibt ihre Vor- und Nachteile. Dadurch wird ist Arbeiten mit elektronischen Mitteln leicht nachvollziehbar und man kann so gut beurteilen in wie fern man es für sich selbst verwenden möchte oder auch nicht.
Der Autor verweist in seinem Artikel immer wieder auf mögliche Programme die verwendet werden können. Dies zeigt deutlich seine Nähe zur Praxis. Etwa beim Themenkomplex Datenbanken erklärt er ausführlich anhand eines bestimmten Programmes, die Nützlichkeiten und Schwierigkeiten die damit verbunden sind. Am Ende des Absatzes werden dann auch Programme aufgelistet, die für diese Aufgaben in Frage kommen.
Der Part in dem es um online Publikationen geht, ist allerdings teilweise eher vage und bringt weniger hilfreiche Informationen mit sich. Hier wird eher die aktuelle Entwicklung beschrieben, außer bei ein paar angegebenen spezifischen Themengebieten bleibt es jedoch unklar wie man im Endeffekt effektiv zu Online Publikationen kommt. So gibt es zwar Hinweise, wie man Unterlagen etwa zum Themengebiet Osteuropa findet, allerdings gibt er keine Möglichkeit an, wie man eine möglichst umfangreiche Datenbank von E- Publikationen findet.
Auch das Internet als wissenschaftliches Kommunikationsmedium wirkt laut Horstkempers Beschreibung immer noch eher im Anfangsstadium. So zählt er zwar diverse Mailinglisten auf, die dann auch dauerhaft publiziert werden, allerdings scheint es keine Plattformen oder ähnliche Strukturen im Bereich der Kommunikation zu geben.
Trotzdem ist zu sagen, dass am Ende jeden Themengebiets auch immer eine kleine Liste mit nützlichen Internetadressen zu finden ist. Diese Methode ist sehr übersichtlich und regt an, sich weiterhin mit den Beschreibungen und den angegebenen Adressen zu beschäftigen oder sie sich zumindest einmal anzusehen.
Generell kann man sagen, dass der Artikel trotz des trockenen Themas interessant zu lesen ist und viele nützliche Information für das wissenschaftliche Arbeiten mit elektronischen Medien und Arbeitsmitteln enthält. Obwohl Horstkemper durchaus einige Nachteile und Schwierigkeiten des Arbeitens mit dem Computer aufzählt, überwiegen die Vorteile doch sehr stark, so dass man sich am Ende nicht völlig sicher ist ob die Beschreibung wirklich objektiv gestaltet ist. Dabei wirkt etwa auch die Ansicht, dass es ohne eigenen Computer trotzdem problemlos möglich ist mit elektronischen Medien dauerhaft zu arbeiten naiv.
Um den Artikel verstehen zu können muss man zwar bereits einmal mit einem Computer gearbeitet haben und gewisse Grundkenntnisse besitzen, ein intensives Studieren des Rechners ist allerdings nicht notwendig. Alle in dem Text erwähnten Programme und Funktionen sind sehr fundiert und trotzdem einfach beschrieben

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